{"id":358,"date":"2023-10-12T16:32:21","date_gmt":"2023-10-12T16:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/?page_id=358"},"modified":"2023-10-12T16:44:19","modified_gmt":"2023-10-12T16:44:19","slug":"stand-bachelor-masterstudiengaenge-im-mai-2000","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/kmathf\/kmathf-standpunkte\/stand-bachelor-masterstudiengaenge-im-mai-2000\/","title":{"rendered":"Stand: Bachelor-\/Masterstudieng\u00e4nge im Mai 2000"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai 2000 gibt es 14 Mathematische Fachbereiche, die einen\u00a0<strong>Bachelor-Studiengang<\/strong>\u00a0anbieten, sowie acht Mathematische Fachbereiche, die einen\u00a0<strong>Master-Studiengang<\/strong>\u00a0oder einen internationalen Diplomstudiengang anbieten. An vier Fachbereichen gibt es dabei die M\u00f6glichkeit zu einem konsekutiven Studium Bachelor\/Master. Eine aktuelle \u00dcbersicht \u00fcber die verschiedenen Angebote findet man im\u00a0KMathF-Studienf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die&nbsp;<strong>Plenarversammlung der KMathF<\/strong>&nbsp;betont am 20.5.2000 in Dresden noch einmal nachdr\u00fccklich, dass das Diplom den berufsqualifizierenden Abschluss f\u00fcr Mathematiker darstellt. F\u00fcr die Bachelor-Studieng\u00e4nge vermisst sie derzeit noch Qualit\u00e4tsstandards. Ein Konsens \u00fcber Mindestanforderungen und Qualifikationsnachweise sollte angestrebt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Arbeitsgruppe &#8220; Mathematik&#8220; am 30.5.2000<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 30.Mai 2000 gibt es in Bonn im Rahmen einer von&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.daad.de\/\">DAAD<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.hrk.de\/\">HRK<\/a>&nbsp;organisierten Konferenz&nbsp;<em>Bachelor und Master in Mathematik und Naturwissenschaften<\/em>&nbsp;eine Arbeitsgruppe &#8222;Mathematik&#8220;, die von&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.mathematik.tu-darmstadt.de\/ags\/ag14\/mitglieder\/keimel-de.html\">Klaus Keimel<\/a>&nbsp;(Darmstadt) geleitet wird. Die 34 Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden zun\u00e4chst \u00fcber folgende Strukturvorgaben der&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kmk.org\/\">KMK<\/a>&nbsp;vom 5.3.1999 zur Einf\u00fchrung von Bachelor\/Master Studieng\u00e4ngen informiert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ganzj\u00e4hrige Zyklen<\/li>\n\n\n\n<li>das Masterstudium setzt einen berufsqualifizierenden Abschluss voraus<\/li>\n\n\n\n<li>der Bachelorabschluss gilt als berufsqualifizierend<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcberg\u00e4nge zwischen Diplom- und Bachelor\/Master Studieng\u00e4ngen sind m\u00f6glich<\/li>\n\n\n\n<li>Diplom und Masterabschluss sind gleichwertig<\/li>\n\n\n\n<li>Modularisierung<\/li>\n\n\n\n<li>Leistungspunktsystem<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann werden die folgenden f\u00fcnf Punkte diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Berufsqualifikation:<\/strong>&nbsp;Zum Begriff &#8222;berufsqualifizierend&#8220; wird angemerkt, dass dieser seit langem im Hochschulrahmengesetz verankert sei, und zu Bedenken gegeben, dass die Berufsqualifikation durch einen Diplomstudiengang gew\u00e4hrleistet sei und nicht schon durch ein dreij\u00e4hriges Bachelorstudium. Die Gefahr einer Abwertung durch unterschiedliche Niveaus der Berufsqualifikation wird gesehen. Gut ausgebildete Diplom-Mathematiker sind universell einsetzbar; sie sind in der Lage, Problemstellungen mathematisch zu formulieren und Probleme zu l\u00f6sen. Es m\u00fc\u00dfte entsprechend der Nachfrage der Wirtschaft spezifiziert werden, f\u00fcr welche Berufe und Einsatzfelder ein Bachelorabschluss passend sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Chancen:<\/strong>&nbsp;Neben dem internationalen Aspekt werden die Vorteile der Bachelor\/Master Studieng\u00e4nge in der M\u00f6glichkeit zu Kombinationsstudien gesehen. Man kann zum Beispiel einen qualifizierten Bachelorabschluss in Mathematik machen und kann danach noch entscheiden, ob man darauf aufbauend ein Masterstudium in Mathematik oder (ohne Zeitverlust) in Wirtschaft, Informatik oder in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Gebiet absolvieren m\u00f6chte. Die Berufsperspektiven w\u00e4ren dann wahrscheinlich in jedem Fall recht gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Langfristige Entwicklung:<\/strong>&nbsp;Hier\u00fcber wird sehr lebhaft diskutiert. Einige Teilnehmer sehen keinen Handlungsbedarf f\u00fcr die Einf\u00fchrung neuer Abschl\u00fcsse, da das in Deutschland erworbene Diplom in Mathematik einen international anerkannten bew\u00e4hrten Abschluss darstellt. Andere meinen, dass mit gestuften Studienabschl\u00fcssen der modernen Massenuniversit\u00e4t besser Rechnung getragen werde. Diplom und Bachelor\/Master parallel anzubieten, wird von einigen Teilnehmern aus finanziellen und organisatorischen Gr\u00fcnden f\u00fcr unrealistisch gehalten. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass es f\u00fcr die sp\u00e4tere Berufst\u00e4tigkeit der Studierenden weniger auf spezielle fachliche Ausrichtungen ankomme als vielmehr auf die F\u00e4higkeit zum Probleml\u00f6sen: ein Grundstudium, eine Probleml\u00f6sephase und der Besuch von mittleren Vorlesungen k\u00f6nnten sowohl Grundlage f\u00fcr ein Weiterstudium zum Diplom als auch Grundlage f\u00fcr einen Bachelorabschluss und Einstieg in geeignete andere Studienrichtungen sein. Eine Aufgabe des Diploms zugunsten von Bachelor\/Master wird mit der Aufgabe der DM zugunsten des Euros verglichen. Es wird angeregt, Konzepte f\u00fcr eine Studienreform vorzustellen, die eine gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t und Internationalisierung erm\u00f6glicht, dabei aber nicht zu einer unn\u00f6tigen Verschulung des Studiums f\u00fchrt und die die Qualit\u00e4t des Diploms erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Profile:<\/strong>&nbsp;Eine Teilnehmerin aus der Politik erl\u00e4utert, welche Vorteile die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudienprogrammen gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Genehmigungsverfahren gem\u00e4\u00df Hochschulrahmengesetz habe: Die Fachbereiche bestimmen das Profil ihrer Studieng\u00e4nge selbst, eine Akkreditierungsagentur \u00fcberpr\u00fcft dann auf Antrag Mindeststandards und stellt gegebenenfalls das Qualit\u00e4tssiegel des&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.akkreditierungsrat.de\/\">Akkreditierungsrates<\/a>&nbsp;aus. Dadurch soll Qualit\u00e4t gesichert und Transparenz \u00fcber das differenzierte Studienangebot der Hochschulen sowie nationale und internationale Anerkennung der Abschl\u00fcsse gew\u00e4hrleistet werden. Die Akkreditierung eines Bachelor- oder Masterprogramms w\u00fcrde die betreffende Universit\u00e4t etwa 25.000 DM kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5. Module:<\/strong>&nbsp;Module sind zeitlich und thematisch zusammengefa\u00dfte Stoffbereiche, zu denen jeweils eine Pr\u00fcfungsleistung zu erbringen ist und&nbsp;<em>Credit Points<\/em>&nbsp;vergeben werden. Einerseits d\u00fcrften solche Module nicht zu klein sein, da man zur Bewertung von Pr\u00fcfungsleistungen keine studentischen oder wissenschaftlichen Hilfskr\u00e4fte hinzuziehen kann, so wie es f\u00fcr Leistungsnachweise durch \u00dcbungsscheine \u00fcblich ist. Andererseits sollten die Module auch nicht zu gro\u00df sein in Hinblick auf m\u00f6gliche Studienaufenthalte im Ausland. Denkbar w\u00e4re zum Beispiel, Analysis I, II sowie Analysis III und Funktionentheorie I jeweils zu einem Modul zusammenzufassen. Die Fachbereiche haben hier Gestaltungsfreiheit, sofern den Qualit\u00e4tsanforderungen entsprochen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Arbeitsgruppe wird unter Ber\u00fccksichtigung des Diskussionsstandes an den verschiedenen Fachbereichen Strategien f\u00fcr m\u00f6gliche Studienpl\u00e4ne entwerfen. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bericht von\u00a0<a href=\"mailto:kersten@mathematik.uni-bielefeld.de\">Ina Kersten<\/a>, 5.6.2000.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mai 2000 gibt es 14 Mathematische Fachbereiche, die einen\u00a0Bachelor-Studiengang\u00a0anbieten, sowie acht Mathematische Fachbereiche, die einen\u00a0Master-Studiengang\u00a0oder einen internationalen Diplomstudiengang anbieten. &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":86,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-358","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=358"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":359,"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/358\/revisions\/359"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/86"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kmathf.de\/Home\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}